Pädagogik

Die Erziehung im Kindergarten ist familienergänzend. Der Kindergarten hat seinen Bildungsauftrag laut KJHG in ständigem Kontakt mit dem Elternhaus und anderen Erziehungsberechtigten durchzuführen. Ein grundlegendes Erziehungsziel ist die Unterstützung und die Förderung der Kinder beim Finden ihrer eigenen Ziele, Steuerung ihrer Eigenmotivation und das Erleben der Selbständigkeit.

Die Aufgabe der Erzieherinnen besteht hierbei, den Kindern die erforderliche Orientierungs- und Entwicklungshilfe zu geben. Es werden Lerninhalte eingeübt und positives soziales Verhalten gestärkt, indem bestimmte Verhaltensweisen vorgelebt und erwartet werden. Das Kind wird als eigene Persönlichkeit angenommen und seine individuelle Lebenssituation dabei berücksichtigt.

Das Kind wird in seiner eigenen Persönlichkeit durch Förderung der Selbständigkeit und seiner eigenen Handlungsfähigkeit  gestärkt .

Hilf mir es selbst zu tun, aber tue es nicht für mich!

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Förderung und Stärkung des sozialen Verhaltens eines jeden Kindes. Die Kinder lernen, sich in eine Gemeinschaft zu integrieren. Sie erleben, dass Hilfsbereitschaft, Mitgefühl und Rücksicht positive Eigenschaften sind. Sie lernen, andere Kinder zu verstehen, sie zu tolerieren, sie  anzunehmen und mit ihnen zu handeln. Integration bedeutet auch auf andere Meinungen zu stoßen, diese wahrzunehmen und zu tolerieren. Ebenso üben die Kinder in diesem Bereich eine gewaltfreie Form der Konfliktlösung.

Die Kinder lernen im Umgang mit sich und den anderen Gruppenmitgliedern, ihr Handeln eigenverantwortlich mitzugestalten. Ziel ist zudem, die Selbständigkeit durch täglich wiederkehrende Rituale (z.B. Aufräumen, Hände waschen, Anziehen…) zu fördern. Zeitnahes Loben ist zum Aufbau der Selbständigkeit sehr wichtig.

Die Kinder werden im Kindergarten ganzheitlich gefördert und gefordert. Folgende Bereiche sind Bestandteil der Arbeit mit und für die Kinder, welche oft ineinander übergehen und aufeinander aufbauen:

-> Kognitiver Bereich (Begriffe, Zusammenhänge, Wahrnehmung, Merkfähigkeit, Mitteilen können)

->  Umgang mit Zahlen und Mengen, Spracherziehung, Umweltbegegnung, Sozialerziehung

-> Emotinaler Bereich (Gefühle, Bedürfnisse, Wertungen, Einstellungen)

-> Psycho- Motorischer Bereich (praktisches Handeln, Grobmotorik, Feinmotorik, Verantwortlichkeit für den eigenen Körper)

-> Kreativer Bereich (Vorstellungskraft, Phantasie, Ideen, Einfälle entwickeln, Neues entdecken,  Mut zum experimentieren, bildnerisches Gestalten)